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Warum die Bibel bestimmt nicht das Wort Gottes ist.

Neulich bin ich in einem Forum auf einen Thread über die Bibel gestoßen. Dort bekam ich mit ,dass das Christentum also behauptet, die Bibel sei Gottes Werk? Gottes Wort? Das Gott seinen Sekretären (Propheten) sein Wort diktiert hat? Also ich sehe das ganze so. Die Bibel ist geteilt in Weisheiten und schöne (erfundene) Geschichten, um den sagen wir mal einfacheren Menschen das ganze begreiflich zu Machen. Nach der Bibel zu leben und den Teufel für alles Böse verantwortlich zu machen, hätte keinen Sinn, wenn man nicht den Sinn der Bibel verstehen würde. Die Bibel ist eindeutig dazu da, die Menschen vor sich selbst zu schützen und würde jeder Mensch nach den Weisheiten der Bibel leben, hätten wir deutlich weniger oder keine Probleme. Wir könnten uns durch diesen Glauben (oder besser durch diese Weisheit) unser eigenes Paradies schaffen.

Jetzt stellen wir uns mal vor eine etwa 100personenstarke Gruppe hatte diese Vision. Die Menschheit aus dem Joch zu befreien, dass es sich selbst auferlegt hat und die Menschen vor ihrer eigenen Ignoranz zu schicken. Diese Gruppe von Menschen (ganz wichtig, dass zu betonen) macht sich also sagen wir mal 50 Jahre zusammen darüber Gedanken, wie man die Menschheit läutern könne. Sie finden eine Lösung, die absolut grandios ist, die Beste, die es je gegeben hat und je geben wird. Sie ist aber nicht vollkommen. Die Bibel, wie diese Gruppe genialer Menschen ihr Lebenswerk nennt, ist nicht perfekt.

Wäre Gott perfekt, würde die Bibel sich so sehr an die Menschen anpassen, dass jeder einzelne Mensch auf der ganzen Welt sie verstehen würde, und damit meine ich jede einzelne Weisheit. Man kann nicht sagen, es ist unmöglich so etwas zu vollbringen, das ist es nur für uns Menschen, da wir unvollkommen sind. Für Gott, der ja perfekt ist, ist es möglich ein solches Werk zu vollbringen.

Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten. Die erste ist so: Die menschliche Sprache ist unvollkommen. Daher ist es nicht möglich, in dieser beschränkten Sprache (welche Sprache der Welt es auch immer sein mag) ein vollkommenes Werk zu repräsentieren. Daher könnte es kommen, dass jeder Mensch der Welt die Bibel nicht ganz begreift, da sie einfach in keiner Sprache ausgedrückt werden kann, oder zumindest in keiner unvollkommenen Sprache. Da wir Menschen keine vollkommene Sprache beherrschen, weil unsere Sprachen von Menschen erdacht sind (das sind sie alle, darauf kann man Gift nehmen) können wir dieses vollkommene Werk nicht ganz begreifen. Was natürlich bei einigen Leuten zur Ablehnung führt, da Menschen nun mal das, was sie nicht begreifen, ablehnen.

Die zweite Möglichkeit ist: Gott ist nicht perfekt und damit gleichzeitig nicht Gott. Wenn nicht jedes einzelne seiner Werke perfekt ist (selbst unvollendete Werke müssten bewusst unvollendet und trotzdem in sich perfekt sein), ist Gott nicht perfekt. Da die Bibel aber nicht von jedem Menschen begriffen wird, ist sie nicht perfekt, da ein perfektes Werk auch von imperfekten Leuten verstanden werden kann. Oder nicht? Jetzt kommt man zu der Frage, wenn jeder Mensch dieser Erde imperfekt ist, macht ein perfektes Werk dann einen Sinn, wenn niemand es versteht und wenn es dadurch zu Ablehnung führt? Gott hätte kein perfektes Werk geschaffen, wenn er sich bewusst wäre, dass wir es nicht verstehen, da er weiß, wie wir gestrickt sind und weiß, dass ein imperfektes Werk keinen Sinn macht.

Also ist die Bibel entweder imperfekt oder sinnlos. Hätte Gott ein sinnloses Werk erschaffen? Gottes Taten haben immer einen Sinn. Hätte Gott ein imperfektes Werk geschaffen? Wenn er wirklich Gott wäre nicht, da ein Gott nur vollkommene Taten begeht. Also kommen wir zu dem Schluss, dass Gott keine Möglichkeit hat, uns ein perfektes Werk zu übermitteln und uns so nicht vor uns selbst bewahren kann. Aber Gott ist perfekt. Er hätte uns also nicht imperfekt Geschaffen, wenn wir ohne Hilfe, die wir ja nicht haben, da er ja keine Möglichkeit hat... untergehen würden. Hätte Gott das zugelassen? Eindeutig nein. Das heißt wir müssten perfekt sein, um nicht unterzugehen. Sind wir perfekt? Nein. Hat uns also ein vollkommener Gott geschaffen? Nein. Und wäre Gott unvollkommen? Nein. Damit gibt es zwei Möglichkeiten, die miteinander verschmelzen. Entweder hat diese Welt ohne einen Gott ihren Anfang genommen, oder wurde von einem unvollkommenen Wesen (also keinem Gott) erschaffen. Damit habe ich für mich gesehen, entweder Gott widerlegt, oder widerlegt, dass die Bibel von "Gottes Feder" stammt, anstatt menschlich zu sein? Man kann also nicht sagen, man könnte Gott nicht wiederlegen, ohne alles versucht zu haben. Da wir aber unvollkommen sind können wir nicht alles versuchen. Die Möglichkeit, Gott zu widerlegen ist aber trotzdem da.

@alle: Weißt mich bitte darauf hin, wenn irgendetwas in euren Augen falsch erscheint, dann muss ich meine Theorie noch mal Überdenken.

Zerathul

6.9.06 22:10
 


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